Von der Doppelmoral des Westens

Wieder einmal setzt das Bündnis seine Brechstangen an, um, über die Köpfe der meist ahnungslosen Bevölkerungen hinweg, in den Besitz ihrer strategisch oder wirtschaftlich bedeutsamen Schätze zu gelangen. Schrittmacher und Taktgeber für diese verheerenden Entwicklungen sind erneut unsere transatlantischen Freunde, die USA. Sie bestimmen uns auf dem Wege über einschlägige Beratungsgesellschaften, einer Parallelwelt, welche es einmal kritisch zu betrachten gilt, wer als Freund oder Feind in Betracht und welche Karte zur Festigung der eigenen Macht und zum Ausbau des Imperiums in Richtung Weltherrschaft als nächste zu ziehen ist.

Willfährige Journalisten, bestens ausgestattet mit Pöstchen in diesen Beischlafsgesellschaften, lassen anschließend in ihren Gazetten vom Stapel, wie wir, also das gemeine Volk, zu denken haben.  Von Pussy Riot bis ISIS, bei beiden handelt es sich um westliche, sozusagen über Nacht entstandene, Wortschöpfungen, reicht die Nomenklatur der Verblödungsmaschine, und ich wundere mich nur, wieso der Begriff Moslemist bisher noch nicht aufgetaucht ist.

Während bei Pussy Riot, zu Deutsch Mösenrandale, auf Grund der Namensgebung eigentlich lange klar sein muss, in wessen staatlicher Drogenkellerei das Gebräu entstanden sein dürfte, nämlich keinesfalls in Russland, ist das bei ISIS, Kurzform IS, schon schwieriger.

Selbst das Internet schweigt sich über ISIS als islamistische Terrorgruppe aus. Näher erklärt wird die Abkürzung ISIS hier. Zugleich geht aus diesem Artikel hervor, dass man sich im Grunde genommen gar nicht wirklich im Klaren darüber ist, wer ISIS finanziert, also wessen Interessen ihre Kämpfer vertreten.

Trotzdem nutzen unsere Medien diesen Begriff, als wenn völlig klar wäre, um wen es sich dabei handelt und addieren offenbar alles, was im Irak zur Zeit gegen westliche Interessen und Denkweisen im allgemeinen und das sich rasant ausbreitende tödliche und Raub bauende Weltwirtschaftssystem im besonderen gerichtet ist, als Terror zusammen.

Auch auf der großen Bühne ist das miese Spiel immer dasselbe. Funktionierende politische Systeme werden destabilisiert, indem auf beiden Seiten Handlanger des Bündnisses dafür sorgen, dass ethnische, religiöse und Kapital bedingte Unterschiede gegeneinander entfesselt werden.

Haben in der Vergangenheit politische Kräfte der vermeintlichen Gegner in ihren Ländern eine immerhin akzeptierte Ordnungsstruktur aufgebaut, Irak, „Jugoslawien“, Libyen, Syrien, Ukraine, unter welcher sich die erwähnten Ressentiments noch einer kontrollierten Aufsicht unterziehen ließen und damit weitaus weniger kriegerisch abgewickelt wurden, dann war es an der Zeit, diese Ordnungsstrukturen von außen, zunächst wirtschaftlich, dann militärisch, zu zerschlagen, um die Dämonen frei zu setzen, auf deren Rücken man endlich einreiten konnte.

Teile und herrsche ist das alt bewährte Prinzip, und wir müssen uns fragen, ob wir nicht allesamt, also das gemeine Volk, tatsächlich zu dämlich sind, dies abzustellen, nachdem wir erkannt haben, dass es so ist. Da kann man froh sein, dass sich der Stern, zwar gleichfalls die beschriebene Nomenklatur nutzend, immerhin einmal wagt, einige der eigentlichen Täter beim Namen zu nennen.

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