Fußball und sonstiges Fieber

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Vorweg – Gratulation an
Die Mannschaft„!

Dieser Begriff war in der englischen Berichterstattung sehr häufig zu finden. Gerade im Mutterland des Fußballs ist sehr respektvoll über die beachtliche Entwicklung im deutschen Fußball geschrieben worden. Eine Entwicklung, welche auf sorgfältige Planung und Umsetzung einer strategisch gelungenen Nachwuchsförderung zurück geführt werden muss. Nunmehr, nach 10 bis 15 Jahren intensiver Jugendarbeit, welche durch den DFB nahezu erzwungen, durch die Bundesligavereine aber auch hervorragend umgesetzt worden ist, werden die Früchte dieser Arbeit geerntet.

Starke Leistung!

Zuletzt aber war es ein Stück verdammt harter Arbeit und gegen starke Argentinier auch eine ordentliche Portion Glück, die den Weltpokal ein weiteres Mal in unser Land brachte. Während Glück nicht zu erzwingen ist, kann mit harter Arbeit eine Menge erreicht werden.

Den Politikern und Medienleuten in unserem Lande, die  sich erfahrungsgemäß nicht nur sehr gerne in derartigen Erfolgen sonnen, seien an dieser Stelle ein paar Gedanken mit auf den Weg gegeben.

  1. Ihr habt nichts dazu beigetragen!
  2. Haltet Euch deshalb an Ruhmes statt zurück!
  3. Harte Arbeit muss sich für jeden Bürger lohnen!
  4. Es ist immer besser, aufrecht zu gehen!

„Diese Mannschaft“ hat gezeigt, dass sich auf diese Weise auch extrem begnadete Individualisten kalt stellen lassen. Und sollte es tatsächlich so sein, dass es dem Bundestrainer gelungen ist, die Passivspieler endlich auf einer Ebene mit den Aktivspielern wert zu schätzen, ist das ein Novum und hat großen Respekt verdient.

Ein Begriff aus der untersten Schublade des Mannschaftssports sollte es damit endgültig in den Pool der Jahresunwörter geschafft haben :
Bankdrücker!

Dies scheint „Die Mannschaft“ verinnerlicht zu haben, denn der Sack wurde von den Passivspielern, von der Bank, zugemacht, nachdem die gesetzten Aktivspieler den Gegner durch ständigen Druck ganz ordentlich entkräftet hatten.

So etwas funktioniert dann, wenn Stimmung, Kampfgeist, Konzentration und Niveau auf der Bank und auf dem Platz nicht voneinander zu unterscheiden sind.

Auch der Umgang der Spieler mit den Journalisten ließ dieses hohe Maß an Konzentration erkennen. So konnten sich die Schreiberlinge weder in die eine, noch in die andere Richtung auf und davon machen und wurden gezwungen, hart mit am Wind zu segeln, was bis zum Gaucholied, und damit zur Eröffnung der Sommerlochjournaille, auch funktioniert hat.

  • Natürlich hätte man sich diese Darbietung sparen können!
  • Mehr aber auch nicht!
  • Wir haben alle schon mal über die Strenge geschlagen!
  • Falls nicht, ruhig mal ausprobieren!
  • Das befreit!
  • Und der Kater geht auch wieder vorbei!

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