ARD

Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen
Rundfunkanstalten der Bundesrepublik
Deutschland

ist die offizielle Bezeichnung, und so sollte man meinen, eine der ersten Deutschen Medienadressen. Doch mitunter liegen die Spekulationen über die Wahrheit näher an derselben als sie selbst. Wikipedia zum Beispiel hält alle möglichen Erklärungen für diese Abkürzung vor, außer der oben angeführten. Zwei der interessantesten seien hier einmal vorgestellt.

Apple
Remote
Desktop, ein Programm zum Fernsteuern von Computern und

American
Research and
Development Corporation, eine Risikokapital-Beteiligungsgesellschaft.

Hier handelt es sich also sozusagen um einen Treppenwitz, einen Witz, der einem erst dann einfällt, wenn einem nach Verlassen eines beliebigen Forums, dem zu erklären man aufgefordert wurde, was die ARD überhaupt ist, dies erst beim Hinausgehen, also an der Treppe, einfällt. Und betrachtet man die Berichterstattung dieser Institution über den Krieg in der Ukraine und Herrn Putin als durch diese Institution gescholtenen Urheber dieses Krieges, dann sind die letzten beiden Deutungen dieser Abkürzung zumindest authentischer, als die offizielle.

Da dieser Umstand in Russland bekannt sein dürfte, ist es um so bemerkenswerter, dass Herr Putin einer seit langem vorgetragenen Einladung zu einem Interview gefolgt ist. Dieses Interview fand in Wladiwostok statt, also während der Reise Putins zum G20-Gipfel in Brisbane, welchen er allerdings vorzeitig wieder verlassen hat. Hoffen wir inständig, dass Herrn Putins Geduld noch erheblich länger wärt, als Herrn Seipels.

Hubert Seipels Geduld ist es nämlich zu verdanken, dass dieses Interview, exklusiv für die ARD, stattgefunden hat. Immerhin hat es nahezu ein halbes Jahr gedauert, bis eine Einwilligung Moskaus erfolgte.
Während im Vorfeld bereits kräftig über den Inhalt spekuliert worden ist, soll an dieser Stelle die Gelegenheit gegeben werden, sich ohne Deutungs- und Propagandagetöse mit diesem wichtigen Ereignis befassen zu können.

Interview

Immerhin wird Putins Geduld durch die agressive, USA lancierte, weltweite Kriegspolitik der Westmächte auf eine sehr harte Probe gestellt.

Nach der zu diesem Interview anberaumten Sendung Günther Jauchs ergeben sich jedenfalls keine wirklich brauchbaren Erkenntnisse. Insofern kann man sich die dort vorgestellte Attitüde schenken. Erschreckend bitter ist die Erfahrung, dass unsere Kriegsministerin, Frau VdL, offenbar keinen blassen Schimmer von Diplomatie hat. Noch bitterer, dass ihr nicht wirklich klar ist, was alles auf dem Spiel steht und dass sich die ohnehin verpestete Luft auch auf dem Europäischen Kontinent, genau vor der russischen Haustür, kontinuierlich weiterhin mit Blei füllt.

Wer devot an den Armeestiefeln der imperialistischen Großmacht USA leckt, hat halt keinen kritischen Blick für geostrategische Spielchen, welche von anglo-amerikanischen Gas- und Öl- Multimilliardären sehr gerissen eingefädelt werden und für die sie immer genügend Kohle im Gepäck haben.
Der wird nämlich nicht wissen wollen, dass die Öl- und Gaspreise nur deshalb gesunken sind, weil man bereits einen Wirtschaftskrieg gegen Russland führt.
Der wird auch nicht imstande sein zu erkennen, dass der US $ als Weltleitwährung ausgedient hat.  Ein herber Verlust für die Geldmächtigen. Damit verlieren sie eine nicht zu unterschätzende Waffe im Kampf um die globale Poleposition, in welcher sich diese Leute, ihrer Ansicht nach berechtigter Weise, zu sehen glauben.

Herrn Seipel dürfte die abgestandene Propagandabrühe, die Herr Jauch am Volkstrauertag seinen Gästen anlässlich seines ARD-Dinners zur Verkostung angeboten hat, gewissentlich noch lange sauer aufstoßen.

Die Tagesshow der ARD – Nein Danke! – Die muss man nicht mehr haben.

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