Charlie Hebdo

Bibelzitat aus Matthäus 5-7

(Jesus in der Bergpredigt)

Ihr habt gehört, dass gesagt ist: „Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen.“
Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen, damit ihr Kinder seid eures Vaters im Himmel.
Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.
Denn wenn ihr liebt, die euch lieben, was werdet ihr für Lohn haben? Tun nicht dasselbe auch die Zöllner?
Und wenn ihr nur zu euren Brüdern freundlich seid, was tut ihr Besonderes? Tun nicht dasselbe auch die Heiden?
Darum sollt ihr vollkommen sein, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist.

Zitat Ende

Jene, welche Glaube und Recht für sich in Anspruch nehmen, wenn es so schön einfach ist, wenn Glaube und Recht nicht gestört werden, sind nicht willkommen. Diejenigen sind willkommen, die Glaube und Recht praktizieren, gerade auch wenn Leib, Leben und Seele in Gefahr sind.

Diejenigen, die sich an dieser Stelle berufen fühlen, gleichwohl ob im Sinne Pegidas oder nach Charlie Hebdo, Abschottung oder gar Vergeltung zu predigen und sich dabei auf christliche Werte berufen, sind allesamt verlogene Pharisäer und des Christentums absolut unwürdig.

Welcher Rechtsstaat Folter und sei es auch nur in bestimmten Ausnahmefällen gewährt und es noch auf die Spitze treibt, indem er mit den derart abgepressten Erkenntnissen Kriege entfacht, ist des Christentums unwürdig und steht auf einer Stufe mit den Mördern der Journalisten von Charlie Hebdo.

CIA und die Henker von Charlie Hebdo sind also Brüder im Geiste!

Aber der CIA-Bericht ist ja bereits wieder aus dem Schuldbewußtsein der westlichen Wertegemeinschaft entschwunden. Es wurde gebeichtet und durch das Schweigen der westlichen Jurisprudenz oder vielleicht sogar nach Maßgabe mächtiger Angehöriger aus dem Kreise der Jurisdiktion Absolution erteilt.

Der Rechtsstaat hat wieder einmal ins Bett gepisst.

Interessant ist auch die Frage – wem nutzen eigentlich die Mohammed-Karikaturen, welche Charlie Hebdo, trotz wiederholter Wünsche von islamischer Seite, dies doch zu unterlassen, immer wieder veröffentlicht hat, und was will man damit erreichen? Wäre hier nicht durchaus Zurückhaltung sinnvoller gewesen, statt hämische Zwietracht zu generieren?

Scham statt Wut sollte empfunden werden in Anbetracht der erwähnten Verbrechen an den Willküropfern der CIA einerseits und den getöteten Redakteuren von Charlie Hebdo andererseits. Scham und Trauer auch um der jeweiligen Angehörigen Willen – Scham aber auch im besonderen für die in jeder Hinsicht versagende und am Christentum ständigen Verrat übende sogenannte westliche Wertegemeinschaft.

Leider hat sich in diesem Drama mit nahezu atemraubender Geschwindigkeit mittlerweile ein Finale ergeben, dass eine endgültige Aufklärung der Beweggründe der mutmaßlichen Täter und ihrer eventuellen Auftraggeber unmöglich macht. Zwei Männer, die als mutmaßliche Attentäter von Charlie Hebdo festgesetzt wurden, sind durch die französischen Sicherheitsorgane kalt und professionell liquidiert worden.  Gut möglich, dass diese Hinrichtungen, sowohl auf der einen, als auch auf der anderen Seite, bestimmten Leuten durchaus gelegen kommen. Auch dürfte die Tatsache, dass sich ein leitender Ermittler im Fall Charlie Hebdo das Leben genommen hat, jetzt allenfalls marginalisiert werden.

Wir bekommen zwar, sozusagen zur sanften Gewaltimplementierung,  täglich im Fernsehen Mord und Totschlag in Form teils recht brutaler Kriminalfilme serviert und wissen daher, dass Ermittlungen mitunter recht schwierig sein können. Hier müssen aber ganz hervorragende Profis ganz hervorragend schnell gearbeitet und ermittelt haben!?

Bleibt zu hoffen, dass sich zu den bereits oben erwähnten beiden „Brüdern im Geiste“ nicht noch ein weiterer hinzu gesellt hat, der französische Rechtsstaat. Vermutlich bleibt die Öffentlichkeit, nachdem sie durch die Presseorgane in der Regel nahezu islamfeindlich aufgehetzt wurde, letztlich darüber im Unklaren, was sich wirklich abgespielt hat.
Das wirft logischer Weise die Frage auf, welches dreckige Spiel wieder einmal beteiligte Geheimdienste, die zumindest im Rahmen der Terrorabwehr zum Zuge kommen, hier gespielt haben könnten.

MH17 läßt grüßen.
Denn bis heute wird auch über die Untersuchungsergebnisse zum Abschuß der malaisichen Passagiermaschine über der Ukraine still geschwiegen und die Öffentlichkeit der EU, die man in diesem Zusammenhang gegen Russland aufzuhetzen versucht hat, bewußt doof gehalten, indem Aufklärungsergebnisse durch Wenige zu Lasten Aller unter Verschluss gehalten werden.

Eine arrogante und abgehobene Praxis der Mächtigen und ihrer Medienlakaien, die sich dazu berufen fühlen,  Angehörige unterschiedlichen Glaubens oder gar ganze Völker gegeneinander zu hetzen, denen nahezu jedes Mittel recht ist, und eine Offenlegung ihrer miesen Absichten immer wieder erfolgreich zu verhindern wissen.

Wahrhaft beeindruckend und absolut bewundernswert sind aber die mehrere Millionen Demonstranten in Frankreich, die damit nach dieser Tragödie ein deutliches Zeichen für Versöhnung, Frieden, Toleranz und gegen den Hass gesetzt haben.

Von den schauspielenden, parasitären, berufspolitischen, Seelenverkäufern, die bei derartigen Ereignissen stets in der ersten Reihe zu marschieren bemüht sind, einmal abgesehen.
Und selbst das ist offenbar eine Lüge!
Denn laut Spiegel haben sie sich zu Propagandazwecken auf einem durch ihre Bodyguards abgeschirmten Platz ablichten lassen, um dem gemeinen Schlachtvieh zu suggerieren, sie wären an seiner Seite und in vorderster Front.
Diese Edelleute haben zwar kein Problem damit, für ihre Interessen Klassenkampf, Hass und Krieg zu schüren, jedoch nur, wenn ihre persönliche Sicherheit dadurch nicht gefährdet ist.

Die beeindruckende Zahl der aufrichtigen Demonstranten läßt jedenfalls erkennen, dass im Sinne der Bergpredigt noch ein Funken Hoffnung für die durch diese Schauspielertruppe teils aufgeheizte europäische Bevölkerung bestehen könnte.

Deutschlands Friedensbürger sollten sich durchaus daran ein Beispiel nehmen. Aber in Deutschland betritt man den Rasen eher im Fußball als den heiligen Rasen der Obrigkeit.

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