Alexis – bring‘ uns das Tanzen bei!

Tacheles hört sich griechisch an. Ist es aber nicht. Der Begriff entstammt dem Jiddischen und bedeutet soviel wie „Klartext reden“. Und das tut Alexis Tsipras wohl jetzt. Derweil läuft der globalen Finanzelite der säuerliche Achselschweiß aus dem Ärmel.
Nun kommt das Griechische Volk selber doch noch ins Spiel, um zu sagen, was es von dem unfassbar entwürdigenden Feldzug gegen das strategisch wertvolle Griechenland wirklich hält.

Ein Feldzug, der im Auftrag der City, auf Dauer die Völker dieses Planeten unter die Knechtschaft des Kapitals, des Kapitols, zu zwingen beabsichtigt, indem es ordentliche Regierungen stürzt und durch Marionetten ersetzt. Mit dem Ziel, die Macht über die Völker und deren Besitz zu erlangen. Eine eiskalte Verbrecherbande, die auf dem besten Wege ist, die Greueltaten der braunen Diktatur bei weitem in den Schatten zu stellen.

Das Problem, was sich stellt, falls Griechenland die Eurozone verlässt, erhebt sich mit der Frage, wer das Desaster denn nun weiter bezahlt. Die gewalt(tät)ige Spekulation, die man zweifelsohne als solche bezeichnen muss, das friedliche Griechenland einfach zu kaufen und den Griechen die für dieses rücksichtslose Vorhaben anfallenden Kosten samt Kaufpreis aufzubürgen, ufert allmählich aus. Das Kapitalsystem fährt über Griechenland offenbar gegen die Wand. Wie bringt man den europäischen Steuerzahlern bei, dass sich das Hochkapital nun an den in der Eurozone verbleibenden europäischen Bürge(r)n schadlos zu halten gedenkt. Deutschland insbesondere hat ja vorgemacht, dass man mit schwäbischer Hausfrauenalgebra offensichtlich erfolgreich sein kann und müsste jetzt genügend auf der hohen Kante haben, um die Interessen der globalstrategischen Finanzjongleure zu befriedigen. Jetzt wird sich dem aufmerksamen Blick vermutlich offenbaren, ob die Zocker dankbar die Dienste des schwäbischen Schulmeisters annehmen, inwieweit der schwäbische Schulmeister selber Teil oder gar Kopf dieser Kriminellenbande ist.

So jedenfalls hört sich die Theaterkritik am Vorabend der griechischen Götterdämmerung aus dem Blickwinkel der Syriza an und Tsipras bringt es auf den Punkt, indem er verkündet:

Die gestrige Entscheidung der Eurogroup, dem Gesuch der griechischen Regierung nach einer wenige Tage umfassenden Verlängerung des Programms, in denen sich das Volk zum Ultimatum der Gläubiger äußern kann, nicht zu entsprechen, verkörpert für europäische Verhältnisse offenkundig einen Akt, der das Recht eines souveränen Staates auf ein demokratisches Votum, auf das höchste und heilige Recht der Meinungsäußerung, infrage stellt.
Diese Entscheidung hat heute dazu geführt, dass die EZB die Liquidität der griechischen Banken nicht erhöhen wird und die Bank von Griechenland zur Inkraftsetzung von Maßnahmen der Bankenschließung und der Beschränkung der Bankabhebungen gezwungen. Es ist mehr als sicher, dass dieser Beschluss kein anderes Ziel verfolgt, als den Willen des griechischen Volkes unter Druck zu setzen und das normale demokratische Verfahren des Volksentscheides zu behindern.
Sie werden es nicht schaffen. Diese Schritte werden genau das Gegenteil bewirken. Sie werden das griechische Volk nur noch mehr in seiner Wahl bestätigen, die nicht hinnehmbaren Vorschläge des Kürzungsprogrammes und die Ultimaten der Gläubiger abzulehnen.
Eine Sache bleibt jedoch gewiss: Die Verweigerung einer nur wenige Tage umfassenden Verlängerung und der Versuch der Entwertung eines der wertvollsten demokratischen Verfahren stellt einen Akt der Entwürdigung und der größten Schande für die demokratische Tradition Europas dar.
Aus diesem Grund habe ich heute erneut die Bitte um eine kurzzeitige Verlängerung vorgebracht, in diesem Fall beim Vorsitzenden des Europarates und bei den 18 Regierungschefs der Länder der Eurozone, ebenso wie bei den Leitungen der EZB, der Kommission und des Europaparlaments. Ich erwarte ihre unverzügliche Reaktion auf eine begründete Forderung nach Demokratie.
Es sind die Einzigen, die so bald wie möglich, sogar noch heute Abend, den Entschluss der Eurogroup wenden und der EZB die Möglichkeit geben können, den Liquiditätsfluss der Banken wiederherzustellen. Dessen ungeachtet ist in den nächsten Tagen Nüchternheit und Geduld in jedem Fall erforderlich.
Die Bankeinlagen der Bürger bei den griechischen Banken sind absolut sichergestellt.
Ebenso sichergestellt ist auch die Überweisung von Gehältern und Renten.
Jedweden auftretenden Schwierigkeiten muss mit Besonnenheit und Entschlossenheit begegnet werden. Je besonnener wir den Schwierigkeiten begegnen, desto eher werden wir sie überwinden und desto milder werden ihre Auswirkungen sein.
Wir haben heute die Möglichkeit, uns selbst und der ganzen Welt zu beweisen, dass das Recht gewinnen kann. Wir haben ein weiteres Mal die historische Chance, eine Botschaft der Hoffnung und der Würde nach Europa und in die ganze Welt hinaus zu schicken.
Und mögen wir uns daran erinnern: In diesen kritischen Stunden, in denen wir uns alle mit der Größe unserer Geschichte messen, ist unsere einzige Angst die Angst. Wir werden es nicht zulassen, dass sie über uns siegt.
Wir werden es schaffen.
Die würdevolle Haltung der Griechen gegenüber den Erpressungen und dem Unrecht wird eine Botschaft der Hoffnung und des Stolzes nach ganz Europa hinaus schicken.
Athen, 29.06.2015
(QUELLE RATIONALGALERIE)

Wir sollten die griechische Flagge hissen, dieses Bewußtsein stärken und die hierauf fußenden Erkenntnisse und Fragen nach Berlin und Brüssel tragen.

Man darf höchst gespannt sein auf das Ergebnis.

Erster, kurzer, Akt des spannenden klassischen Dramas
– die darbenden Griechen erteilen dem dämlichen, gierigen, kriegstreibenden, Westen eine Abfuhr, dass es nur so kracht.
Zweiter, langer, Akt
– der Deutsche Michel, der TTIP und TISA noch nicht einmal buchstabieren kann, bemerkt, dass er jetzt als Gläubiger zur Bezahlung strategischer Spielchen an die Schlachtbank geführt werden soll.
Und nun holt er den Dreschflegel aus der Scheune, um endlich nach Berlin, Brüssel und London zu ziehen, um dort mit nachhaltigem Klopfen gegen die Gemäuer der Macht die Bewohner vom Scheißhaus zu treiben und damit die Unflat zu beseitigen, mit welchem diese Handlanger und Vertrauten der Hochfinanz seit Jahren die Europäische Idee und Europas Bürger ausbeuten und besudeln.
Ach – was wäre das schön!

Es läuft zur Zeit nicht mehr so glatt wie gewohnt für die City, ihren militärischen Arm, die USA, und deren Vasallenstaaten.

Es lebe die Solidarität mit Griechenland!

Hoffen wir mal, dass die angelsächsische (US)Kriegsmarine nicht eines nahen Tages den Peleponnes unter Beschuss nimmt, jetzt wo der Finanzkrieg nicht die erwartete Wirkung zu entfalten scheint. Schließlich waren die Großen im Kleinmachen von Kleinen immer schon besonders erfolgreich.

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.