Lügen und Wahrheiten

In den letzten Wochen fielen zwei Offene Briefe auf, in welchen mit ungewöhnlicher Klarheit über die Marionetten der Hochfinanz, Medien und Politikdarsteller, geurteilt wurde. Sie sind es wert, abseits der mainstreamenden Lügenpresse, einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt zu werden. Es ist das Verdienst von RT Deutsch, dass sie überhaupt bekannt wurden, und damit sie nicht so ohne weiteres von der Bildfläche verschwinden, werden sie an dieser Stelle noch einmal in vollem Umfang veröffentlicht.

Offener Brief von Anja Böttcher: „Stimmungsmache gegen Russland ist zum Scheitern verurteilt“


Mit Beginn der Ukraine-Krise setzte in den deutschen Medien eine beispiellose Welle anti-russischer Propaganda und Stimmungsmache ein. Zudem sind immer wieder Versuche zu beobachten, Stimmen, die sich gegen einen westlichen Konfrontationskurs mit Russland stellen, zu diskreditieren. Neuerdings wird dafür gerne der Begriff „Querfront“ benutzt. In einem offenen Brief wendet sich Anja Böttcher nun – stellvertretend für die Mehrheit der deutschen Bevölkerung – an Vertreterinnen und Vertreter der Botschaft der Russischen Föderation in Berlin, um klarzustellen, dass diese Propaganda nicht auf fruchtbaren Boden fällt und die deutsche Bevölkerung Frieden mit Russland wünscht. RT Deutsch dokumentiert den offenen Brief im Wortlaut.

Gezielte Dämonisierung von Russlands Präsident Wladimir Putin in deutschen und internationalen Medien.
Gezielte Dämonisierung von Russlands Präsident Wladimir Putin in deutschen und internationalen Medien.

Sehr geehrte Vertreterinnen und Vertreter der Botschaft der Russischen Föderation in Berlin,

seit Beginn der Ukraine-Krise haben die deutschen Leser von führenden Printorganen und die Zuschauer/Hörer der audiovisuellen Medien, darunter vor allem des zwangsweise von der gesamten Bevölkerung finanzierten öffentlich-rechtlichen Rundfunks und – Fernsehens, in einem bislang ungekannten Maße gegen die offensichtlich russophobe Ausrichtung ihres öffentlichen Diskurses heftig und nachhaltig protestiert. Zu einsichtig war es, dass die mediale Darstellung Ihres Landes und unseres großen Nachbarlandes von Beginn an darauf ausgerichtet war, in der Bevölkerung eine feindselige und aggressive Einstellung gegenüber Russland zu verbreiten und tief zu verankern.

Dies ist bislang nicht gelungen; stattdessen hat die Befremdung der Bevölkerung gegenüber ihrer medialen und politischen Repräsentation in einem Maße zugenommen, das den Zusammenhalt der deutschen Gesellschaft auf Dauer ernsthaft gefährden könnte.

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Denn als einzige Reaktion auf die argumentativ gut begründeten und mit zahlreichen empirischen Belegen (per Links) bespickten Publikumsproteste erfolgte, nachdem zensorische Eingriffe in die Foren das Bild der Leserreaktionen in der Öffentlichkeit nicht entscheidend verschleiern konnten (viele wichen dann einfach auf alternative Foren aus; Medienwatchblogs erhielten regen Zulauf), eine konzertierte Publikumsbeschimpfung. Im glimpflichsten Fall wurden die Leser, denen offensichtlich ein eigenständiges Denkvermögen nicht zugetraut wird, als „Opfer russischer Propaganda“ dargestellt (als seien US- und transatlantische Netzwerke sowie Nato-PR in Deutschland nicht tausendfach präsenter als Stimmen und Portale der Russischen Föderation). Bösartiger noch war die Unterstellung, es handle sich bei kritischen Foristen um bezahlte „Trolle“ der russischen Geheimdienste oder um therapiebedürftige Neurotiker, die aufgrund des russischen Siegs im Zweiten Weltkrieg oder der Jahrzehnte dauernden Kulisse auf Westdeutschland gerichteter russischer Atomwaffen im Kalten Krieg ein „Stockholm-Syndrom“ entwickelt hätten, im vulgärfreudianischen Jargon die Bezeichnung für eine masochistische Identifikation mit einem gewalttätigen Entführer.

Die gleichen Leute, die es offensichtlich für pathologisch halten, dass die deutsche Bevölkerung als Konsequenz aus der Erfahrung zweier blutiger Weltkriege eine aggressive Konfrontationspolitik gegenüber Russland in der überwältigen Mehrheit entschieden ablehnt, empfinden es anscheinend als völlig natürliche Konsequenz der Katastrophe des Naziregimes, von da an blind jeder militaristischen Hegemonialpolitik der Vereinigten Staaten zu folgen, auch wenn diese in einen Krieg mit Russland führen könnte. Verstehe das, wer mag! Ich jedenfalls halte die Tatsache, dass die übergroße Mehrheit der Deutschen die obige Logik als abstrus erachtet, für den Beweis, dass die Bevölkerung geistig und psychisch in deutlich besserer Verfassung ist als ihre Vertreter, die offensichtlich nicht nur „in einer anderen Welt“ leben als der russische Präsident (O-Ton Frau Merkel), sondern auch als die Mehrheit des eigenen Volks.

Wer einen Eindruck davon erhalten will, in welchem Maße auch politische Repräsentationsorgane dazu neigen, die obstinate Bevölkerung demagogisch anzugehen und geachtete Politiker, die sich für eine neue Kooperation mit Russland stark gemacht haben, zu diffamieren, nur um eine antirussische Meinungshoheit durchzusetzen und zu sichern, der schaue sich den Eingangsartikel der aktuellen Ausgabe des Publikationsorgans des Deutschen Bundestags „Das Parlament“ an.

Der schrill aufgemachte und von dem Historiker Gert Koenen verfasste Artikel „Der Putin-Komplex“ gleich auf der Titelseite kündigt schon in der Überschrift die Absicht an, nicht nur den russischen Präsidenten, sondern auch alle jenen Deutschen, die sich für die friedliche Kooperation Deutschlands und Russlands auf Augenhöhe und der Basis eines selbstverständlichen gegenseitigen Grundrespekts einsetzen, zu diskreditieren. Zu klar benennt nämlich das Wort „Komplex“, dass Koenen jede andere als die offiziell feindselige Haltung gegenüber einer demokratisch legitimierten russischen Regierung, die derzeit laut Umfragen in diesem geopolitischen Konflikt von 81% der Russinnen und Russen unterstützt wird, als krankhaft zu charakterisieren gedenkt. Doch Koenens Diffamierungsarsenal beschränkt sich nicht nur auf die (ziemlich miese) Taktik des Pathologisierens politscher

Gegner, sondern greift auch bereitwillig zum Mittel des politischen Rufmords.

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Ein Beispiel: Koenen stellt das Engagement unterschiedlicher Altpolitiker aller etablierten Parteien, den friedenspolitischen Konsens der 70er und 80er Jahre und den Rechtsstatus des Grundgesetzes zu erhalten, als die derzeit größte demokratische Binnengefährdung der Bundesrepublik Deutschland dar, indem er deren aktuelle Friedensinitiative (u.a. den Aufruf „Nicht in unserem Namen!“) als „eine weit ausgefächerte Querfront von Egon Bahr über den Strauß-Intimus Winfried Scharnagl bis zur Grünen Antje Vollmer“ bezeichnet.

Die gewünschte Konnotation ist hier:
Wer die bilateralen Beziehungen zu Russland immer noch an den Maximen der Brandtschen Ostpolitik und der friedenspolitischen Ausrichtung unserer Verfassung orientieren will, bereitet einem russischen Putin=Hitler ebenso den Weg wie der antirepublikanische Coup des Kabinetts Schleicher 1932 einst Adolf Hitler. Dass die hierin unterschwellig implizierte Gleichstellung des russischen Präsidenten mit dem schrecklichsten Diktator der Menschheitsgeschichte, der zudem noch am Tod von 27 Millionen Sowjetbürgern schuld ist, für russische Ohren (aber nicht minder für unsere!) unerträglich ist, versteht sich von selbst.

Aber es wird auch deutlich, in welch absurder Weise alle Gegner der aggressiven Hegemonialpolitik der Nato nicht nur (den Feindbildern des Kalten Krieges entsprechend) etwa als „Altstalinisten“ ausgerufen, sondern sogar in die pro-nazistische Ecke gestellt werden: Die Vokabel „Querfront“ geistert schon seit geraumer Zeit als Beschimpfung aller sich explizit für den Frieden einsetzender Menschen durch den offiziellen Mediendiskurs. (Denn bekanntlich waren die Nazis ja so friedensliebend!) Ein wirklicher Begriff ist da aber schon lange nicht mehr beim Worte; die Kombattanten an der Diffamierungsfront scheinen vielmehr jede Bezeichnung als legitim zu befinden, die den politischen Gegner, hier jegliche Friedensfreunde, unterhalb der Gürtellinie trifft. Dies bezeugt die Übertragung dieser Bezeichnung auf hoch geschätzte Altpolitiker recht gut: Es zieht jedem historisch auch nur halbwegs Gebildeten die Schuhe aus, wenn sie selbst in ein Parlamentsorgan Eingang findet.

Denn die Politiker, von denen hier insinuiert wird, dass ihre Artikulation politischer Gemeinsamkeiten einen Grund biete, an ihrer Treue zum demokratischen Rechtsstaat zu zweifeln (denn der Terminus „Querfront“ bezeichnet historisch ja nun mal den Versuch eines [zunächst missglückten] nationalkonservativen Putschversuchs mit Hilfe eines Teils der Nazis gegen die Weimarer Republik), sind samt und sonders Mitglieder solcher Parteien, die auf Landes- und Bundesebene diverse Male bereits Regierungskoalitionen eingegangen sind. Angesichts dessen dürfte die Existenz eines ‚gemeinsamen politischen Nenners‘ nicht allzu verdächtig sein: Was – bitte – hat dann das politische Erbe des gerade erst verstorbene Egon Bahr (SPD) mit dem Ansinnen Kurt von Schleichers gemein, einen Putsch gegen den demokratischen Rechtsstaat der Weimarer Republik durchführen zu wollen? Natürlich nichts. Was Winfried von Scharnagel mit nationalbolschewistischen Mitgliedern des ADGB (Allgemeinen Deutsche Gewerkschaftsbundes) von 1932? Natürlich ebenso wenig. Was Antje Vollmer, evangelische Pfarrerin, Urgestein der Partei Die Grünen und der westdeutschen Friedensbewegung, mit dem Führer eines Flügels der NSDAP, Gregor Strasser? Natürlich weniger als nichts. Hier wird einfach blind draufgehauen.

Eben deshalb sind die Protagonisten der Konfrontationslogik aber auch zum Scheitern verurteilt und man sollte klar sehen, dass die Steigerung ihrer Aggression ein sicheres Zeichen ihrer Niederlage im Kampf um die öffentliche Meinung ist.

Denn alles, was in der deutschen Zivilgesellschaft der fünf letzten Jahrzehnte intensiv diskutiert wurde, hielt Eingang in den Schulunterricht, den jeder über die finstere Zeit der Nazi-Herrschaft von klein an erlebt. Deshalb entlarvt eine solche auf Eskalation und Hetze ausgerichtete Feindpropaganda jeder Mittelstufenschüler ohne Schwierigkeiten. Denn die strukturellen Grundzüge dieser menschenfeindlichen Rhetorik erlernen Schulklassen in zahlreichen Unterrichtsvorhaben im Deutsch- und Geschichtsunterricht der weiterführenden Schulen, wo goebbelsche Reden, Wahlplakate der NSDAP und die Hetzartikel eines Julius Streichers kleinschrittig analysiert werden. Dass Dämonisierung, eine manichäische Weltsicht, eine starke Gut/Böse-Dichotomie, eine Schwarz-Weiß-Zeichnung der Realität sowie die Pathologisierung wie Dehumanisierung des Gegners strukturelle Merkmale der Nazi-Propaganda waren, lernt jeder Schüler, sobald er imstande ist, den Namen des dafür verantwortlichen Propagandaministers Joseph Goebbels richtig zu schreiben. Je stärker sich die aktuelle Diffamierungswelle dem strukturell annähert, umso mehr wird die Ablehnung der damit verbundenen Konfrontationspolitik gegen Russland in der deutschen Öffentlichkeit verstärkt und zementiert.

Denn es ist, allen Behauptungen zum Trotz, keine generelle Apologie russischer Regierungspolitik, die sich im Zorn der deutschen Leser ausdrückt (für Demokraten ist es ausschließlich die Angelegenheit der Bürgerinnen und Bürger der Russischen Föderation, wer wie Russland regiert!), sondern das Insistieren darauf, die eigene Regierung auf eine kooperative, friedliche und dem gegenseitigen Grundrespekt fußende gemeinsamen Friedenspolitik aller Länder Europas (inklusive Russlands) zu verpflichten und allen politischen Kräften – gerade auch in der EU und der Nato, aber auch in der Ukraine – entschieden die Rote Karte zu zeigen, wenn sie weiter in Richtung Konfrontation marschieren wollen. Dies gilt ganz besonders für die Elite eines weit entfernt auf einem anderen Kontinent liegenden Landes, die sich seit 1990 einbildet, um der Sicherung der eigenen Hegemonie willen andere Teile der Welt in Krieg und Verderben schicken zu dürfen (- in der trügerischen Hoffnung, von den Konsequenzen bliebe dauerhaft das eigene Land verschont!)

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Denn niemand von uns, der klar bei Verstand ist, kann wollen, dass unsere Kinder so schreckliche Zeiten durchmachen müssen wie unsere Eltern und Großeltern, dass der Hass und die Gewalt, die so viele Seelen vergiftet haben, sich in unseren Umgang miteinander dauerhaft einnistet und dass das kostbare Gut der Versöhnung, die doch so weitgehend in den Jahren nach dem Fall des Eisernen Vorhangs erreicht schien, derart fahrlässig und leichtsinnig beiseite geworfen wird.

Wir hoffen, dass in Russland gesehen wird, wie breit und umfassend der Protest der deutschen Bevölkerung (und ähnliches gilt für viele andere EU-Länder auch) gegen die medialen Stimmen der Verachtung und Aufrüstung war und ist – und wie wenig von diesem aggressiven Kriegsgeschrei die Menschen innerlich angenommen haben. Die Menschen im Donbass haben bereits einen schrecklichen und blutigen Preis für diesen sinnlosen Willen zur Konfrontation zahlen müssen! Deshalb wird es höchste Zeit, dass die Anhänger der Eskalationspolitik einsehen, dass sie den Kampf um die „hearts and minds“ der Bevölkerung schon lange verloren haben. Zum Schweigen bringen werden sie uns jedenfalls nicht. Der Zustand unseres gemeinsamen Kontinents und die Zukunft unserer Kinder hängen davon ab, dass alle Menschen guten Willens sich von den Scharfmachern nicht abbringen lassen, Frieden und Zusammenarbeit in Europa gegen die Stimmen von Gewalt und Krieg zu erkämpfen.

Mit freundschaftlichen Grüßen

(und im Einklang mit jenen 56-63% der Deutschen, die sich [je nach Umfrage] von unseren Medien in der Causa des Ukraine-Konflikts nicht vertreten fühlen)

Anja Böttcher

Quelle: Ständige Publikumskonferenz der öffentlich-rechtlichen Medien e.V.

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Aufgrund der allseits üblichen, unwidersprochenen, seit nunmehr 66 Jahre andauernden Entnazifizierungsbemühungen, der täglichen Dosis angewendeter Gehirnwäsche, welcher man das Deutsche Volk im Besonderen und die Weltöffentlichkeit im Allgemeinen aussetzt, habe ich mir einmal erlaubt, zwei Kommentare hierzu zu verfassen, die RT Deutsch veröffentlicht hat.

Damit haben sie einmal mehr bewiesen, dass sie sich der freien Meinungsäußerung in höherem Maße verpflichtet fühlen, als man dies von der mainstreamenden Lügenpresse gewohnt ist.

1.

Sehr geehrte Frau Böttcher,

ein bärenstarker Artikel, welcher jedoch im Bezug auf unsere eigene Vergangenheit denselben Lügen folgt, wie sie seit der sogenannten entnazifizierenden Umerziehung unseres Volkes durch die alliierten Siegermächte verbreitet wurden. Die Wahrheiten, auch über unsere eigene Vergangenheit sind weitaus komplexer, als selbst anerkannte Historiker es in ihren feuchtesten Träumen erahnen. Dabei wird vergessen, dass die Politik der Nationalsozialisten, die es innerhalb von gerade einmal 6 Jahren geschafft hatten, eine Menge von nahezu 20.000.000 Arbeitslosen im Nichts aufzulösen, in wesentlichen Teilen einem anglo-amerikanischen Diktat folgte, dass bereits damals darauf ausgelegt war, dieses mächtige System zu Fall zu bringen, indem man es in einen Krieg mit Russland trieb. Vergessen wird die historisch belegbare Realität, dass die Nationalsozialisten eine unblutige Revolution ins Land trugen, die ihres gleichen sucht und Hitler an die Macht kam, um einen befürchteten Bürgerkrieg zu verhindern, was ihm, ganz ohne Zweifel, gelungen ist.
Wer meint, wir säßen den Lügen der westlichen Welt, die von Hitler immer als die andere Welt bezeichnet wurde, erst seit heute auf, der irrt gewaltig. Ich kann die dämliche Leier vom ewigen braunen Paias nicht mehr hören, einem Paias, an dem offenbar sämtliche Verbrechen die danach begangen wurden und bis in alle Zukunft begangen werden, stets auf Neue fest gemacht werden. So jedenfalls verschaffen sich die Politikdarsteller der Gegenwart Absolution.
Das Deutsche Volk hat nie die Chance erhalten, sich über Hintergründe und Ursachen einer außergewöhnlichen Zeit seiner eigenen Vergangenheit klar werden zu können, und noch heute vergeht kein einziger Tag, an dem dieses System und damit unsere Eltern- und Großelterngeneration nicht in Bausch und Bogen verunglimpft und in den Dreck gezogen werden.
Die sogenannte Judenfrage war eine Angelegenheit, der im Ermessen der damaligen politischen Übereinkunft nationaler und internationaler Eliten, eine weitaus höhere Bedeutung zugeordnet wurde, als allgemein heute bekannt ist. Die Nationalsozialisten teilten die Ansicht, dass eine nachweislich enge Vermengung jüdisch-bolschewistischer Interessen sich zu einer eklatanten Gefahr auch für das westliche Europa entwickeln könnte, sehr zum Gefallen Frankreichs, Englands und der USA. Nicht zuletzt sagt man der russischen Oktoberrevolution nach, sie sei ein Ergebnis zionistischer Agitation. Die Nationalsozialisten haben also ein verhasstes System bekämpft, und hierin unterscheiden sich ihre Demagogen nicht einmal von den westlichen Demagogen der Gegenwart.
Um so mehr ist unverzeihlich, dass zu einer Zeit, in der zumindest das westliche Europa sich im Zustand der Harmonie mit Russland empfindet, einige Kriegstreiber aus demselben Lager wie damals, nämlich aus der Welt der Finanzdiktatur, sich erfolgreich leisten, Gift zu spritzen, stabile Systeme zu destabilisieren und mit den dreistesten Lügen ganze Völker in die kapitalistische Leibeigenschaft oder den Irrsinn des Krieges zu stürzen. Wen es interessiert und wer es aushalten kann, kann sich ja einmal hier hinein hören.
https://m.youtube.com/watch?v=zfSfRB9Ha2o – eine Rede, die man durchaus einmal dem Deutschen Bundestag zu Gehör bringen sollte.
Was also soll die ewige Verdammnis einer Macht, die von sich behaupten konnte, 17.000.000 Parteimitglieder zu repräsentieren, eine Zahl die sich die Mitglieder unserer heutigen Parteien in ihren kühnsten Träumen nicht annähernd vorstellen können, solche aber dennoch für sich in Anspruch nehmen, das Volk zu vertreten. Die Gesamtzahl der Mitglieder von SPD, CDU, CSU, FDP, Grünen und der Linken sank, Wikipedia zufolge, bis Anfang 2013 auf knapp 1,3 Millionen.
Nur mal soviel dazu!
Ansonsten hat dieser Artikel meinen außerordentlichen Applaus und seine Autorin meinen allergrößten Respekt!

2.
Sehr geehrte Frau Böttcher,
ich lege Wert darauf, NICHT missverstanden zu werden. Die Machtübernahme der Nationalsozialisten war in diesen Zeiten natürlich KEINE friedliche, sie ging aber ohne Blutvergießen, wie es bis dahin für Revolutionen völlig untypisch war, vonstatten. Die Zeiten standen auf Bürgerkrieg und waren damit insgesamt nicht sonderlich friedlich. Dieser Bürgerkrieg fand danach nicht statt. Zweifelsohne eine Verdienst der Nationalsozialisten.
Mir ist daran gelegen, Umstände und Zeit so zu begreifen, wie sie wirklich waren, nicht, wie sie uns beigebracht wurden. Ich gehe daher noch entschieden weiter. Der Begriff Nazi verschweigt oder verschleiert auf subtile Weise, dass es sich bei den Nationalsozialisten um Sozialisten, also eine Linkspartei gehandelt hat, nicht um eine Rechtspartei. Die zweifelsohne rechten Nazis von heute mit ihren bedeckten Sympathisanten im konservativen Lager der Legislative und der hieraus zu erklärenden Schwerfälligkeit der Exekutive, sowie die Unterstützung der ukrainischen Nazis durch unsere Politikdarsteller lassen keine anderen Schlüsse zu und zeigen zugleich, dass diese Nazis mit den Nationalsozialisten rein gar nicht zu tun haben, auch wenn sie es vielleicht gerne hätten.
Wer etwas Anderes behauptet, hat sich nicht wirklich mit der erfolgreichen Seite nationalsozialistischer Politik beschäftigt und ist über den Zustand des Nachplapperns uns zwangsweise beigebrachter, verlogener, allseits bekannter Ansichten nicht hinaus gekommen, was absolut bedauerlich ist. Die Gewerkschaften sind vor dem Hintergrund des Reichsarbeitsdienstes und der damit verbundenen Einführung einer Arbeitspflicht sozusagen überflüssig geworden. Dass dabei Druck ausgeübt worden ist, liegt in Anbetracht der Depression auf der Hand. Diese Maßnahmen führen bis heute zum in linken Kreisen kursierenden Ammenmärchen, die Nationalsozialisten hätten im Auftrag des Kapitals die Arbeiterklasse unterdrückt, sie hätten sozusagen rein kapitalistische Interessen vertreten. Wer ausschließlich im LinksRechtsDenken verharrt, mag diese absolut närrische Realitätsverfremdung meinetwegen weiterhin glauben.
Diesen Zeitgenossen empfehle ich folgende Rede, die ich im übrigen auch als brandaktuell bezeichen möchte.
https://www.youtube.com/watch?v=mCrwob1cCGY
Wie wir also feststellen können, war das Einmaleins der Nationalsozialisten genau so gültig wie heute, oder anders ausgedrückt, auch für die Nationalsozialisten galt, 1 + 1 = 2!
Wer jetzt im Krieg die größeren Schweine gestellt hat, darüber lässt sich natürlich streiten. Mir liegt es fern, mich an dieser Diskussion zu beteiligen, weil ich Krieg an sich verabscheue und gegen jegliche Art von Rüstung bin, was mich zur nationalsozialistischen Zeit eventuell den Kopf gekostet hätte, und zwar unabhängig davon, welcher Seite ich angehört hätte, ob der alliierten, der russischen oder der deutschen. Wer aber will guten Gewissens behaupten, dass sich diesbezüglich die Geschichte nicht wiederholen wird und man als Kriegsdienstgegner nicht eines Tages dieselben Probleme bekommt?
Die engstirnige, einseitige Verteufelung der Nationalsozialisten hat m.E. eine ganz andere Ursache. Es geht dabei darum, ein System und eine Partei zu brandmarken, welche als einzige Linke für sich in Anspruch nehmen kann, der bisher einzige, wirklich ernst zu nehmende, Gegner des Kapitalismus gewesen zu sein, der es vermochte, einen durch Reparationen und die Weltwirtschaftskrise geschundenen Staat, der am Boden lag, wieder aufzurichten, was eine bis heute im völlig falschen Licht betrachtete, enorme, großartige Leistung war.
Und damit komme ich wieder zum Thema zurück. Wer in Zeiten der friedlichen Wohlständigkeit nicht imstande ist, z.B. ein Flüchtlingsproblem zu bewältigen, wer nicht erkennt, wer all das verursacht und nicht erkennt, dass ein beachtlicher Staatsmann des Ostens bemüht ist, die absolute Arroganz des Westens, der USA und der NATO, auf kleiner Flamme gar zu kochen, dem spreche ich nicht nur ab, sich über jene Zeit ein Urteil leisten zu können, dem spreche ich ab, einen Staat führen zu können.

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Offener Brief von Jürgen Todenhöfer an die Präsidenten und Regierungschefs der Welt: „Ihr seid totale Versager“


Der Journalist und Autor Jürgen Todenhöfer hat sich in einem Offenen Brief an die Staats- und Regierungschefs der Welt gewendet. Todenhöfer zieht eine klare Verbindungslinie zwischen den Kriegen der letzten Jahrzehnte und den anwachsenden Flüchtlingsströmen. Auch Terrorismus habe als Folge der westlichen Kriegspolitik signifikant zugenommen. „Ihr seid totale Versager“, heißt es in dem Schreiben mit Blick auf die politisch Verantwortlichen im Westen. RT Deutsch dokumentiert den „Brief im Zorn“ im Wortlaut.